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The farthest place from here

This time I went too far. Literally. Only Antarctica is further away from central Europe than New Zealand. In the following months you may follow me here on my adventures through Aotearoa - the land of the long white cloud.

Dieses Mal bin ich zu weit gegangen. Wortwörtlich. Abgesehen von der Antarktis, gibt es kaum einen Ort der noch weiter von Mitteleuropa entfernt ist als Neuseeland. In den kommenden Monaten werde ich hier von meinen Abenteuern in Aotearoa - dem Land der langen weißen Wolke – berichten.

Diary Entries

Friday, 05 April 2013

Location: Christchurch, New Zealand

Christchurch 2: Das Elend geht weiter

Kein Auto, keinen Plan, keine Lust mehr. Ich will nur noch weg aus Christchurch, weiß aber nicht wie. Es wäre besser gewesen, ich wäre mit Mario weitergereist. Bis ich ein Auto habe (falls das überhaupt jemals der Fall sein sollte) ist es wahrscheinlich Winter. Ich kann regelrecht fühlen wie mir die Zeit wie Sand durch die Finger rieselt. Erstmals seit denke ich nun sogar ernsthaft darüber nach, nach Hause zu fliegen. Irgendwie, so scheint mir, ist die Luft raus. Hier im Hostel habe ich einen Holländer kennengelernt, dem es ähnlich geht wie mir. Er ist seit vierzehn Monaten unterwegs und hadert gerade schwer mit sich, ob er heimkehren soll oder nicht. Gestern hatte er sich spontan ein Auto gekauft und ist Richtung Norden gefahren. Heute war er wieder zurück, um selbiges Auto wieder zu verkaufen, da er es sich kurzerhand anders überlegt hat und jetzt doch zurück fliegt. Aber so gerne ich diesem Drang im Moment auch nachgeben würde, ich kann nicht, denn das Beste habe ich noch immer nicht gesehen! Die schneebedeckten Berge der neuseeländischen Alpen, die von Seehunden, Pinguinen und Delphinen bevölkerten Küsten der Ostküste, das zerklüftete Fjordland mit seinen spiegelnden Gewässern und Wasserfällen. Entscheide ich mich jetzt zu gehen, so weiß ich, werde ich es in nicht allzu ferner Zukunft bereuen. Es muss also weitergehen. Zumindest für eine Weile. Gestern war ich mit José, dem gesprächigen Spanier, in Sumner, einem Vorort von Christchurch mit breitem Strand, der im Sommer bestimmt vor Menschen überquillt aber an jenem Tag war es sehr bewölkt und vom Meer aus wehte ein kalter Wind. Da wo einst die Straße an zwischen Strand und den Klippen verlief, türmten sich nun eine zweistöckige Wand aus Frachtcontainern, wo der Hang durch das Erdbeben wegbrach und einige Häuser mit sich riss. Nach einer Portion Fish & Chips fuhren wir mangels anderer Optionen noch ein bisschen die Gegend ab, bis es schließlich anfing zu regnen, was dem ohnehin schon irgendwie trübsinnigen Tag noch den Rest gab. Nun sitze ich hier und überlege wie es weitergehen soll. Ich bin mir sicher, irgendeine Lösung wird sich finden. Im Moment kann ich mir nur irgendwie nicht vorstellen, wie die aussehen soll…

Tuesday, 02 April 2013

Location: Akaroa, New Zealand

Bienvenu à Akaroa

Über Ostern nach Akaroa zu gehen war definitiv eine gute Entscheidung! Der Tapetenwechsel nach dem eintönigen Christchurch tat mir gut und ich es schmerzt mich fast ein bisschen, morgen dorthin zurückzukehren. Dabei wäre ich fast gar nicht von dort weggekommen. Als ich an der Bushaltestelle eintraf, sah ich plötzlich wie ein Bus des Shuttle-Unternehmens bei dem ich die Fahrt gebucht hatte, auf der anderen Straßenseite vorbeifuhr. Leicht irritiert wechselte ich auf die andere Seite, rief dann die Buchungs-Hotline an und schilderte dem Mann am anderen Ende der Leitung meine Besorgnis. „Keine Sorge, bleiben Sie wo sie sind, ein Bus wird sie abholen.“ Ich tat wie mir geheißen, sah dann aber zehn Minuten später den gleichen Bus erneut auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorbeifahren. Leise wahnsinnig in mich hineinlachend, rief ich nochmals bei der Hotline an. Ich hätte doch auf der anderen Seite bleiben sollen. Glücklicher Weise sind die Kiwis aber nicht so fahrplantreu wie die Deutschen und so kam der Busfahrer extra für mich noch einmal zurück, so dass doch nicht dazu verdammt wurde in Christchurch zu bleiben. Wenig später ragten die Berge der Banks Halbinsel vor uns auf, welche einst als Vulkan aus dem Meer empor gestiegen war. Der Fahrer konnte reden wie ein Wasserfall und so erfuhr ich bald bis ins Detail die ganze Geschichte der Halbinsel. Von der ersten Besiedlung durch Maori, der Ankunft der französischen Siedler, welche die Südinsel für Frankreich in Besitz nehmen wollten, dann aber zwei Wochen zu spät dran waren und bei ihrer Ankunft mit herunterfallenden Kinnladen die bereits dort wehende britische Flagge zur Kenntnis nehmen mussten, und der heutigen Nutzung als Naherholungsort, an dem sogar Kreuzfahrtschiffe anlegten. Bevor wir in Akaroa eintrafen legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp im winzigen, postkarten-perfekten Little River sowie an der Hilltop Tavern ein, von der aus man einen wunderbaren Ausblick auf das im Talkessel liegende Akaroa hatte.
Aufgrund seiner Vergangenheit als französische Kolonie, sind bis heute die Straßennamen und die Architektur der alten Gebäude und Kirchen des kleinen Ortes französisch geprägt. Sogar die Tricolore weht an einem Flaggenmast im Hafen, wenn auch mehr aus touristischen Gründen, als aus nationalem Zugehörigkeitsgefühl. Akaroa hat innerhalb des britisch geprägten Neuseelands also einen ganz eigenen Charme. Das einzige störende Element war die Masse an Urlaubern, von denen jedoch die meisten Einheimische waren, die ebenfalls über Ostern dem Alltag entkommen wollten. Mein Hostel, das Chez la Mer, war klein aber fein. Es gab einen Garten mit Brunnen und Hängematte und jeden Morgen frisch aufgebrühten Kaffee. Dazu wärmstes Sommerwetter; so lässt es sich aushalten.
Während der fünf Tage die ich dort verweilte lernte ich einige nette Leute kennen und traf Jaime wieder, den Amerikaner der in ner Antarktisstation Brötchen backte und den ich damals in Punakaiki an der Westküste kennengelernt hatte. Die Zeit in dem beschaulichen Naherholungsort habe ich mit ausgedehnten Spaziergängen entlang des Meeres sowie einer Wanderung auf den ehemaligen Vulkankamm verbracht, bei der mir Jaime Gesellschaft leistete. Mit einer sympathischen Flensburgerin, die ich im Hostel kennenlernte, war ich sogar am Strand baden gewesen. Wahrscheinlich das letzte Mal in diesem Jahr in Neuseeland. Erneut habe ich Lynn aus Paihia / Nelson / Christchurch getroffen, die ich unverhofft in einem Garten an einer der Nebenstraße erblickte (eine Anwohnerin hatte sie in der Stadt angequatscht und wollte sie nun mit ihrem introvertierten Sohn verkuppeln). Am Ostersonntag hatten mich ein paar Deutsche zu nem Osterfrühstück eingeladen und das Hostelpersonal hatte im Garten Schokoeier und andere Süßigkeiten versteckt, die wir dann suchen durften. Nette Idee, fand ich. Am Ostermontag stand ein großes gemeinsames Abendessen auf dem Programm, bei dem jeder etwas kochen oder backen sollte. Das einzige was mir einfiel war der Apple Crumble, für den mir damals in Motueka Arlen das Rezept gab. Praktischer Weise standen sogar alle Zutaten im Hostel kostenlos zur Verfügung, so dass sich meine finanziellen Verausgabungen in Grenzen hielten. Der Tisch war am Ende reich gedeckt. Es gab Salate, Aufläufe, Kuchen und ein Schwede hatte ganz hervorragend schmeckendes Olivenbrot gebacken. Zu meiner Überraschung erfreute sich mein simpler Apple Crumble starker Beliebtheit und so wurde mir recht schnell nahegelegt, doch bitte noch einen zu backen. Ich nahm es als Kompliment, sah mich aber nicht ein zweites Mal in der Küche stehen, da ich am nächsten Tag eigentlich schon abreisen wollte. Meine Idee am Tag nach Ostern per Anhalter zurück nach Christchurch zu kommen, war jedoch zum Scheitern verurteilt, da alle Touristen bereits am Vortag abgereist waren und ich dann entsprechend erfolglos wie bestellt und nicht abgeholt an der Straße herumstand. Da ich mir die Beine nicht den ganzen Tag in den Bauch stehen wollte, verlängerte ich meinen Aufenthalt noch um einen Tag und hatte dann das Glück, dass der Schwede mit dem Olivenbrot am Tag darauf eh nach Christchurch fahre wollte und sich gnädiger Weise dazu bereit erklärte, mich mitzunehmen. Da ich nun also doch noch länger da war als geplant, backte ich auch noch einen weiteren Apple Cumble, was mir viel Lob und Dank von der Belegschaft einbrachte. Am späten Nachmittag beschloss ich noch eine kurze Radtour ins nahegelegene Onuku zu machen und war überrascht wie sehr die Fahrt über die Hügel doch auf meine Kondition ging. Wie einige Leute auf die Idee kommen, ganz Neuseeland mit dem Fahrrad zu bereisen, ist mir schleierhaft. Ich war zumindest schon nach meinem kurzen Ausflug ziemlich aus der Puste.
Morgen geht es also wieder vom bunten Akaroa zurück ins triste Christchurch. Autosuche, zweiter Teil. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich das kleine Städtchen in der Bucht mit dem französischen Flair vermissen werde.

Wednesday, 27 March 2013

Location: Christchurch, New Zealand

Schatten über Christchurch

Seit fast einer Woche bin ich nun schon in Christchurch und ich fühle mich, als würde mir bald die Decke auf den Kopf fallen. Diese Stadt hat so etwas unheimlich bedrückendes an sich, dass es kaum auszuhalten ist. Da wären zum einen die noch immer sichtbaren Auswirkungen des Erdbebens von 2011, welches an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen hat. Das Stadtzentrum gleicht einer Geisterstadt. Die sogenannte „Red Zone“ ist komplett eingezäunt und nicht begehbar. Durch die Gitterstangen sieht man jedoch die dahinter liegenden Ruinen und leer stehenden Gebäude. Unter anderem auch die von der riesigen Kathedrale, dem einstigen Wahrzeichen der Stadt, die aussieht, wie nach einem Bombenangriff. Wenn man acht Jahre in Magdeburg gewohnt hat, ist dieser Anblick eigentlich nichts ungewöhnliches aber hier merkt man regelrecht, dass der Stadt das Herz entrissen wurde. Ein kleiner Lichtblick ist das „Re:Start“. Eine kleiner, bunter Flecken in den Trümmern der Innenstadt, wo Geschäfte und Cafés in Container ausgelagert wurden und so etwas wie Stadtleben existiert. Doch auch von der Zerstörung einmal abgesehen kann mich Christchurch nicht richtig begeistern. Das ganze Stadtgebiet ist eine einzige ebene Fläche und man findet einfach keinen Orientierungspunkt. Auch wenn Auckland nicht die Wucht war, immerhin gab es dort den einen oder anderen Hügel, von dem aus man eine räumliche Wahrnehmung der Stadt erfuhr. So etwas fehlt hier völlig.
Des Weiteren ist die Stimmung im Hostel sehr von Aufbruch und Abschied geprägt. Der überwiegende Teil der Gäste bereitet sich schon auf die baldige Heimkehr vor. Treffe ich doch mal auf Reisende, so wollen diese in den Norden, um der kommenden Winterkälte zu entfliehen. Das einzig Positive an dieser Herberge ist, dass die Abreisenden Unmengen von Essen zurücklassen, so dass ich bisher nur einmal überhaupt Lebensmittel einkaufen musste. Wirklich angefreundet habe ich mich in der ganzen Woche nur mit Matthew, einem Engländer, mit dem ich sowohl das Zimmer als auch den Humor teile. Dann ist da noch José, ein etwas merkwürdiger Spanier, der die Angewohnheit hat, sehr ausschweifend über die verschiedensten Dinge zu monologisieren und dabei zu klingen, als spräche er zu sich selbst. Er scheint ein ganz netter Typ zu sein aber wenn er erst einmal angefangen hat zu reden, findet er nur schwerlich ein Ende. Matthew und ich versuchen ihm möglichst aus dem Weg zu gehen, was allerdings nicht immer gelingt. Meine Vorgabe Däne zu sein, ist auch kläglich gescheitert. Am zweiten Tag nach meiner Ankunft fragte mich bereits ein Mädchen, wo genau aus Dänemark ich her sei, denn sie habe dort mal Praktikum gemacht. Ich sagte „Kopenhagen“ und wechselte schnell das Thema. Am darauffolgenden Tag standen plötzlich Karen und Lynn neben mir, die ich damals in Paihia kennengelernt hatte. Ich konnte sie gerade noch so aus dem Zimmer zerren und ihnen erklären, warum sie bitte nur Englisch mit mir sprechen sollten, was mir dann aber schon reichlich albern vorkam. Gestern haben dann Thomas und Janine, meine beiden Kollegen von der Apfelplantage, eingecheckt und gleich angefangen mit mir auf Deutsch zu reden. Danach hab ich’s aufgegeben, bevor es noch peinlicher wurde. Jetzt bin ich wieder Eric aus Deutschland.
Ein Auto habe ich immer noch nicht und es erscheint mir fast so, als würde sich Auckland wiederholen. Zwei Züge meiner Persönlichkeit sind dabei besonders hinderlich. Einerseits meine Hang zum Perfektionismus in Kombination mit meinem kritischen Auge, dass bisher noch an jedem Auto einen nicht tolerierbaren Mangel aufgedeckt hat und andererseits meine zuweilen unerträgliche Unentschlossenheit. So will ich zwar ein Auto haben, um endlich mobil und unabhängig von Busfahrplänen und Unterkünften zu sein. Auf der anderen Seite erzeugt ein Auto aber wiederum neue Abhängigkeiten, denn hat man es erst einmal, kriegt man es in der Nebensaison außerhalb der Großstädte nur schwer wieder los. Außerdem hängt ständig das Damoklesschwert des Totalschadens über einem, denn der Kauf eines zwanzig Jahre alten Backpacker-Autos gleicht einer Partie Roulette. Paradoxer Weise macht mich genannte Unsicherheit aber zu einem guten Verhandler. Mit meinem stoischen „Ich überleg’s mir und rufe dich an“ lasse ich die Verkäufer, die meist nur ein paar Tage vor ihrem Abflug stehen, auf glühenden Kohlen zurück. Da war zum Beispiel dieser arme Israeli auf dem Backpacker’s Carmarket, der bereits am nächsten Tag nach Hause flog und sein Auto für 2500 Dollar verkaufen wollte. Ich hatte wirklich kein Interesse an dem Gefährt und sagte ihm dies auch mehrmals. Als er mir am späten Nachmittag eine Textmitteilung schrieb, in der er bis auf 1700 Dollar runterging, hätte ich die Karre schon fast aus Mitleid mit ihm gekauft. Mittlerweile geht mir die ganze Sucherei gehörig auf den Senkel und am liebsten würde ich sofort abreisen…was ohne Auto allerdings nur schwer möglich ist. Jetzt habe ich mich spontan dazu entschieden, über die Osterfeiertage nach Akaroa, auf die Banks Peninsula, zu fahren, die quasi direkt vor der Haustür liegt. Eventuell bekomme ich ja dort eine Eingebung, wie ich weiter verfahren soll. Selbst wenn nicht, Hauptsache raus. Raus aus dem von Trübsal und langer Weile überschatteten Christchurch.

Friday, 22 March 2013

Location: Between Greymouth and Christch, New Zealand

Mit dem TransAlpine über die Alpen

Nach einer Woche Zwangsaufschub aufgrund schlechten Wetters, konnte ich heute endlich meine Zugfahrt nach Christchurch antreten. Zu meinem Ärger zogen aber bereits auf dem Weg zum Bahnhof in Greymouth einige Wolken auf, die sich wenig später als grauer Schleier am Himmel manifestierten. Da hätte ich auch gleich eine Woche früher fahren können, dachte ich mir. Am Bahnhof wurde mein Gepäck eingecheckt wie auf einem Flughafen, nur ohne Gepäckdurchleuchtung. Meinem Platz gegenüber saß eine alte Dame, mit der ich alsbald ins Gespräch geriet. Sie kam aus Christchurch und hatte ihre Schwester in Greymouth besucht, die wiederum eine weitere, im Sterben liegende Schwester pflegt. Ein trauriger Anlass für die Reise also. Entsprechend niedergeschlagen wirkte die arme Frau auch. Das Gespräch mit mir schien sie jedoch abzulenken und so erzählte sie mir eine Menge über die Strecke, die sie schon viele Male gefahren ist und über die Region und das Erbeben von 2011. Entlang des Grey River führten die Gleise vorbei an saftigen grünen Wiesen mit den obligatorischen Kühen und Schafen und dichtem Regenwald. Nachdem wir den Lake Brunner hinter uns ließen, zeichneten sich in Fahrtrichtung bereits die neuseeländischen Alpen ab und der Zug begann hörbar lauter zu schnaufen und zu qualmen, als wir ins Gebirge fuhren. Nach einem kurzen Abschnitt durch den Schatten der auf beiden Seiten emporragenden Berge, folgte die fünfzehnminütige Fahrt durch den Otira Tunnel, welcher die West- und Ostseite der Alpen miteinander verbindet. Als wir nach der Durchfahrt am Arthur’s Pass wieder herauskamen, war plötzlich von grauen Regenwolken keine Spur mehr. Stattdessen begrüßte uns die Sonne, die von einem blauen Himmel herab strahlte. Die Regenwolken blieben alle an den Bergspitzen hängen und regneten sich auf der Westseite ab. Nach einem kurzen Fotostopp ging es weiter durch die Midlands, aufgrund der dort vorherrschenden Trockenheit auch „Drylands“ genannt. Im Gegensatz zur grünen Westküste und ihren mit Regenwald überwucherten Bergen, erstrahlten hier die weiten Ebenen im goldgelben Glanz verdorrten Grases, während die Berge karg und unbewachsen waren. Ich kam gar nicht dazu meinen Kaffee zu trinken, den ich mir kurz zuvor gekauft hatte, da ein interessantes Fotomotiv das nächste jagte. Am Waimakariri River überquerte der Zug eine spektakuläre Schluchten, bevor wir die fruchtbaren Canterbury Plains erreichten, die vor allem der Viehzucht und dem Ackerbau dienen. Die Szenerie glich hier eher heimischen Gefilden. Grünes Flachland, unterbrochen von dem einen oder anderen Dorf. Nach insgesamt vier Stunden Fahrt erreichten wir schließlich Christchurch, wo ich mich bei der alten Dame verabschiedete, die mir sehr für die Ablenkung unseres Gesprächs dankte. Ein Shuttle-Bus brachte mich direkt bis vor die Tür des Foley Towers Hostels, am Rande der „Red Zone“ – jener Zone die seit dem Erdbeben 2011 nicht mehr begehbar ist. Im Hostel angekommen wimmelte die Küche nur so von Deutschen, dass ich erstmals meinen Plan umsetzte mich als Däne auszugeben, nur um nicht wieder die ganze Zeit Deutsch sprechen zu müssen, das kann ich ja daheim noch genug. Im Gegensatz zum Neptune’s in Greymouth ist diese Herberge geradezu ein Hotel. Sehr gemütlich, wenn auch etwas unpersönlich aber ich bin ja in erster Linie hier, um mir ein Auto zu kaufen. Ich hoffe innerhalb der kommenden Woche ein brauchbares Gefährt zu finden. Dann kann ich endlich fahren wohin ich will und wann ich will. Es wird Zeit. Ich habe keine Lust mehr auf Busfahrpläne und vorgegebene Fahrtwege.


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Recent Messages

From Dianchen^^
Soooo Eric, ich hab mich auch endlich mal hier durchgeschmökert. Sehr amüsant beschrieben...der typische Eric-Sarkasmus ist auch immer mal zu erhaschen; freu mich auf mehr! :)
Response: Hey, danke schön. Ich müsste mich mal wieder hinsetzen und was schreiben aber irgendwie fehlt mir vor lauter Freizeit die Zeit. ;) Naja, ich komme wohl nicht drum herum...
From Ann-Kristin
Eric,
ich werde aufgeregt und interessiert verfolgen, was du erlebst. Ich freue mich für dich mit, dass du 'gen Süden' ent-fliegst und werde in so mancher 40-Std.-Woche ein paar Gedanken an deine hoffentlich leichtfüßigen und schönen Erfahrungen verschwenden.
Lieben Gruß!
Response: Haha, okay, mach das. Lieben Gruß zurück. :)
From Marilyn
Hey Eric,
wie geil is denn dein Blog hier bitte :) Wusste ich gar nich...werde dir jetzt spannend folgen. Schade, dass wir uns nun doch so knapp verpassen...wann kommst du denn wieder?
Ich wuensche dir einen guten Flug und ein ereignisreiches Abenteuer, viele nette Menschen, interessantes Essen und eine geile Zeit overseas :)
Response: Danke dir. Ich wünsch dir nen stressfreien Umzug nach London. Dann sieht man sich ja vielleicht mal wieder öfter.
From Katja
Hach, das hast du aber schöööön geschrieben *seufz*. Sorry, hab erst jetzt geschafft, mal deinen letzten Eintrag zu lesen. Willkommengeheißen hab' ich dich ja schon live und in Farbe. Bin auch schon ganz gespannt, wo's dich dann als nächstes hinzieht.
Response: Das bin ich auch Katja. :)
From Nina
Das Ende toppt tatsächlich nochmal alles...
Response: Die Nina, treue Leserin bis zum Schluss. :)
Danke dir!
From Katharina
hallöle mein lieber ex-erasmus-kumpan!

ich muss mich hier auch mal als stille leserin outen. während des verfassens meiner durchaus stinklangweiligen hausarbeit gönnte ich mir des öfteren einen deiner berichte und war hin und hergerissen zwischen begeisterung und lachsalven der höchsten güte;) vielen dank dafür!
ich wünsche dir noch eine wunderbare zeit in amsterdam!

liebste grüße,
katharina
Response: Hey Katharina, schön von dir zu hören! :) Ich bin immer wieder überrascht, wer doch so alles meinen Blog liest. Dann haben sich die vielen Stunden des Grübelns darüber "wie ich es am besten schreibe" ja gelohnt! Mittlerweile bin ich allerdings schon wieder zu Hause und versuche mich an die Kleinstadt zu gewöhnen.
Viele Grüße zurück!
From Mäcky
War mir ne Freude Euch zu treffen! Cooler Blog...vielen Dank für die nette Beschreibung :)
Bis bald wieder.
Response: War mir eine Ehre Larss. ;) Gerne wieder!
From Katja
Mensch, na, da bin ich aber froh ... Otto von GUericke hat das damlas nicht mal mit 14+ Pferden hingekriegt ;) Na, das lässt sich doch einrichten :P Bis bald, lass dir schon mal was einfallen :D Freuen uns schon riesig.
Übrigens finde ich es sehr unerhaltsam und auch ein bisschen fair, dass nicht nur Frauen ihr Problemchen mit Friseuren haben, hehe (Fotos!).
From Katja
Herrlich, habe mich köstlich amüsiert. Das sollte später tatsächlich veröffentlicht werden. Absolute Highlight bisher "angenehme Weltuntergangsstimmung" und "verfressener Opportunist" ! Wie ich sehe, scheinst du dich mit Pub-Crawls und Buffets über Wasser zu halten (mal abgesehen von dem Ausrutscher mit dem Virus) und das freut zu hören (und zu lesen). Freue mich auf meeeehr und natürlich auf das Besuchs-WE mit Karen. Btw, sorry, aber ich fürchte, wir schleifen dich dann nochmal durch alle Touri-Sehenswürdigkeiten. Oder wir erlaufen das mal schön selbst und du zeigst uns am Abend dann die gemütlichsten Pubs und Bars ever ;) Immerhin hast du da ja nun genügend Erfahrung. Liebe Grüße, viel Spaß, Spannung und Spiel noch ... achso, und Überraschung

Katja
Response: Danke für dein Lob Katja aber durch die Touri-Meile schleift ihr mich nur gefesselt und an einem langen, von einem Pferd gezogenen Seil! ;)
Bis bald!
From Ida
Monsieur,

köstlich, köstlich,... deine art zu schreiben. chapeau!!
du solltest kolumnist werden. ich werde den blog hier aufmerksam verfolgen und bin gespannt, wann du dort die macht in brüssel übernehmen wirst.
...empfang von meck-pomm. schön, schön. du hast wohl wenigstens einmal irgendwo zwischen häppchen und schampus darauf aufmerksam gemacht, dass du schon mal in greifswald warst.

bis die tage. salut:-)
Response: Vielen Dank Ida. Freut mich sehr, dass es dir gefällt. :)
Wenn ihr mich besucht, dürft ihr euch gerne selber bei Meck-Pom vorstellen. Die freuen sich bestimmt über euer Interesse.
Was die Macht angeht...ich fange erstmal klein an. ;)
From Nina
Haha, sehr amüsant! Amiens lässt grüßen...Erinnerungen werden wach... Aber klingt ja allgemein eher entspannt, was du dort so treibst. By the way: "Si l'alarme vous dérange, nous l'éteindrons, bien sûr!" Oder so ähnlich.
Response: Danke dir. Auch für die Übersetzung. Ich merk's mir für's nächste mal. ;)
Ansonsten isses schon recht entspannt. Ich sammle zwar jeden Tag Überstunden aber richtig bösen Stress hatte ich bisher noch nicht.
From leni
oh mein gott... was für eine stressige abreise... du tust mir leid! ich fahre heute los richtung frankreich - mit 30kg gepäck, aber zum glück fährt mich der bus direkt ohne umsteigen nach chambéry :)
Response: Ohne Stress kann ich nicht arbeiten. ;) Gute Reise Leni. Ich beneide dich.
From Nina
gut, dass du nix negatives über meinen kartoffelsalat geschrieben hast! das gleicht die sache mit den "blecheiffeltürmen" aus... ;)
Response: Haha...hey komm, die Eiffeltürme waren nun einmal nicht aus Platin.
Und dein Kartoffelsalat war très délicieux! ;)
From leni
hey hey... hier fehlt ein update! oder bist du zu gestresst?
Response: Done!
Sorry Leni, mir fehlt wohl deine Motivation. ;)
From hannes
Du alte Pflaume,

Ankara läuft toll - ich hab ein paar richtig gute Kurse erwischt und auch schon ne Menge netter Leute kennen gelernt, unter anderem meinen netten türkischen Zimmermitbewohner (eigentlich unvorstellbar, auf 11 m²... fast wie im Gefängnis). Hab hier auch schon einen Zossen kennengelernt, der ist Halb-Tunesier und heißt Kamel. Kannst dir ja denken, was man damit so an Späßen treiben kann ;-) Wie lange weilst du denn noch in Zossland? Der Nic müsste doch bald schon wieder nach Erlangen zurück, ist das bei dir auch so?
Lass krachen Eric!

P.S.: Mach dir mal keine Sorgen wegen deines Namens: Ich hab gestern beim Frisbeetraining einen Türken kennengelernt, der tatsächlich Salami heißt!

Greetz,
Hannes
Response: Hey Hannes!
Du wohnst echt mit jemandem auf 11m² zusammen? Jetzt sag nicht die haben dich eingebuchtet!? :p
Ich komme für Weihnachten wieder zurück nach good old Germany, fahre dann aber nochmal im Januar zurück, bevor dann Anfang Februar der Spaß zuende geht.

Viel Spaß mit Kamel und Salami,
die Pflaume. ;)
From Hannes
Hey Eric.

rate mal was pflaume auf türkisch heißt ;-) ?
Alles fit bei den Zossen?

Gruß aus Ankara,
Hannes
Response: Hey Hannes,

lol, hab gerade nachgeschlagen was Pflaume auf türkisch heißt. Na danke. ^^
Schön das es dich auf meinen Blog verschlagen hat. Danke für deine Nachricht. Bei mir ist alles fit, wie du lesen kannst. Ich hoffe bei dir auch. Lass es dir gut gehen!
From leni
salut, ich warte auf ein kleines update!! na los!! :)
Response: Da haste. ;)
From lucy in the sky
So, madame hat die Romane bewältigt und sich dabei gut amüsiert - v.a. die ersten Einträge sind witzig. Ich mag die glossierende Sprache, die eingestreuten altmodischen Wörter, den Eric-Ausdruck allgemein. Wie ist die Soziologie in Amiens? Oder belegst du dort v.a. Politik?
Response: Salut!
Du hast das echt alles gelesen? Wow. Danke. :) Eigentlich mache ich nur Politik aber dort habe ich auch 2 Soziologieseminare "Methodes des sciences sociales" und "Sociologie électorale". Wie die sind, kann ich dir sagen, wenn ich irgendwann mal genau verstehe was die Profs sagen. ^^
From Kreesta
You are an amazing photographer!!! My friend agrees (she loves the pictures too) :) Too bad I can't read German (you might have to teach me). Oh yeah, and did I mention I loved those pictures?!?! ;)
Response: Wow, thanks a lot Kreesta. I'm happy to hear that.
See you in Paris (hopefully). ;)
From Schnatt
Gefällt mir, ist interessant und amüsant. Ich komme mir vor, als wäre ich dabei und könnte auch so viel französisch wie Du
Response: Danke dir! Soviel Französisch isses allerdings noch nicht. ;)